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Bodenverfestigungen werden im Gegensatz zu Bodenstabilisierungen und Bodenverbesserungen oft nur bis zu einer Tiefe von ca. 20 cm ausgeführt.
Angewendet wird diese Form der Bodenverbesserung häufig im Straßenbau und bei Flächen, bei denen ein erhöhter Anspruch an die Verformbarkeit des Untergrundes vorgegeben ist.
Beim Straßenbau wird diese Bodenverfestigung häufig auch als hydraulische gebundene Tragschicht (HGT) hergestellt. Hier unterscheidet man die hydraulisch gebundene Tragschicht (HGT) unter Asphalt und die hydraulisch gebundene Tragschicht (HGT) unter Beton. Der wesentliche Unterschied dieser Tragschichten ist die Zielfestigkeit, da die HGT unter Beton eine höhere Festigkeit erreichen muss, was durch die starre Konstruktion der Betonoberbauten zu erklären ist.
Als Bindemittel wird durch den Auftraggeber in den meisten Baumaßnahmen ein Zement vorgeschrieben. Bei ungünstigen Witterungsbedingungen (z.B. Regenschauer) kann das Risiko der Bauunterbrechungen durch die Wahl von Spezialzementen minimiert werden. Diese Zemente beginnen erst mit der hydraulischen Erhärtung, wenn sie mit unseren Spezialgeräten verarbeitet worden sind.
Ist die starre Wirkung (vergleichbar mit Magerbeton) solch einer HGT nicht erwünscht, kann als Spezialbindemittel Bitumenemulsion zu Anwendung kommen. Durch die Emulsion erhält die HGT elastische Eigenschaften bei gleichzeitig hoher Endfestigkeit.
Bei der Ausführung einer Bodenverfestigung und der Erstellung der hydraulisch gebundenen Tragschicht (HGT) unterscheidet man folgende wesentliche Verfahren.
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Bodenverfestigung / HGT „mixed in place“im Baumischverfahren - Bodenfräsen
Hier wird die Bodenverfestigung am Einbauort ausgeführt. Das ausgestreute hydraulische Bindemittel wird unter Wasserzugabe im Mischraum der Bodenfräse homogen mit dem anstehenden Boden vermischt.
Bodenverfestigung / HGT „mixed in place“im Baumischverfahren - Kaltrecycler
Im Gegensatz zum Fräsmischverfahren, bei dem das Bindemittel und der Boden im Mischraum mittels einer Fräswalze verwirbelt und somit vermischt wird – nimmt der Zwangsmischer über seine Fräseinheiten das Bindemittel und den Boden auf und führt diesen in den Doppelwellen – Zwangsmischer. Hier wird computergesteuert exakt die erforderliche Menge an Wasser und ggf. Emulsion in den Mischer eingegeben. Somit ist eine qualitativ hochwertige Vermischung aller Komponenten gewährleistet. Im Anschluss wird das fertige Mischgut mittels Querverteiler, Einbaubohle und Vorverdichtungseinheit höhen- und lagegerecht eingebaut.
Weitere Informationen zu dem Verfahren erhalten Sie hier.
Bodenverfestigung / HGT „mixed in plant“ im Zentralmischverfahren - Kaltmischanlagen
Die Optimierung aller Baustellenprozesse ist für ein positives Baustellenergebnis unentbehrlich. Kurze Wege bei allen Baustofftransporten, schnelle Reaktionsmöglichkeiten bei Störungen bzw. bei Umstellungen im Baustellenablauf sind daher die Grundvoraussetzung für das Gelingen des Bauvorhabens.
Diese Anforderungen erfüllt die Kaltmischanlage, da an einem zentralen Mischplatz große Mengen Gestein zur HGT aufbereitet werden können. Kurze Rüstzeiten, flexible Steuerung des Produktionsprozesses und die Möglichkeit, das qualitativ hochwertige Material parallel auf verschiede Einbauorte zu verteilen, kennzeichnen die Herstellung der HGT mit den Kaltmischanlagen. Hier werden Zement, Wasser, Gestein und ggf. Ergänzungsmaterialien computergesteuert dosiert, im Zwangsmischer gemischt und auf die bereitgestellten LKW´s bzw. auf Halde geladen.
Weitere Informationen zu dem Verfahren erhalten Sie hier.
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